Lernideen 2

Lernideen

Projekt im Rahmen der Zukunftsprojekte, die aus der Session mit Jean-Pol Martin hervorgegangen sind.

Beteiligte:

  • Wolfgang Schreiber
  • Michael Kratky
  • Christian Spannagel
  • evtl. Unterstützung durch Andreas Pilz
  • Jana Hochberg

(Interessierte bitte selbst einfach ergänzen)

Ausgangssituation:

 

  • Wolfgang plant einen Lernladen in den Menschen kommen Können, die irgendetwas lernen wollen, d.h. eine Lernidee haben. Dieser Lernladen ist ein Pilotprojekt in dem praktisch ausprobiert werden soll, ob und wie man Menschen, die sonst dem Lernen entsagt haben, wieder Spaß am Lernen vermitteln kann. Links zu Grundlagenüberlegungen und zu einer ausführlichen Konzeption mit Umsetzungsplanung – die leider etwas in Verzug gekommen ist – finden sich in der Beschreibung zu der Session Lernen in Offenen Gemeinschaftlichen Entwicklungsprozessen. aus der 6. Sessionrunde.

 

  • Das Projekt richtet sich (nicht nur) deswegen im ersten Zug an Klienten Sozialer Arbeit, weil es wenig Sinn macht mit einem Pilotprojekt „wahllos“ alle anzusprechen, dann fühlt sich niemand wirklich gemeint.

 

  • Das Motto des Projektes: „Lern doch was Du willst!“ bedeutet, dass jede Lernidee willkommen ist. Beispiele für Lernideen können also in einer großen Bandbreite sein von: „Ich möchte lernen eine SMS zu schreiben“ über: „Ich möchte Experte für gotische Hallenkirchen werden.“ bis hin zu: … (OK, es gibt natürlich Einschränkungen, aber das ist hier zunächst nicht relevant.)

 

  • Sobald der erste Lernwillige mit einer Lernidee in den Lernladen kommt oder sonst irgendwie im Rahmen des Projektes auftaucht und sagt: „Meine Lernidee ist, dass ich … lernen möchte.“ besteht die Notwendigkeit für diese Lernidee einen Lernbaum / -pfad (Curriculum) zu entwickeln.
    • Diese Notwendigkeit besteht, weil alle Ergebnisse des Entwicklungsprozesse veröffentlich werden sollen, damit das Projekt Nachahmer und Mitstreiter finden kann.
    • Die Notwenidgkeit besteht auch, damit jeder, der die gleiche oder eine verwandte Lernidee hat, auf die Recherchen seines/seiner Vorgänger und Vorgängerinnen zurückgreifen kann.
    • Zu Beginn wird es aber keine ausgearbeiteten Lernbäume / -pfade geben. Der Mensch mit der Lernidee muss also unterstützt werden bei der Recherche nach den Schritten, die er absolvieren muss um seine Lernidee zu verwirklichen. Er wird also nichts Fertiges vorgesetzt bekommen sondern wahrscheinlich zunächst einmal selber Recherchieren müssen. Er kann im Internet recherchieren, im Bekanntenkreis, bei anderen Lernenden im Lernladen, wo immer er Hilfestellung vermutet. Genau das ist der Punkt an dem die hier ins Auge gefasste Unterstützung für das Projekt ansetzt.
    • Nach meiner Vorstellung werden die Lernpfade in einem Wiki veröffentlicht. Sie können also überprüft, korrigiert und ergänzt werden. Das bis jetzt beste Beispiel, dass ich für ein solches Vorgehen gefunden habe, ist das Wiki von wiki.ubuntusers.de in dem auf der hier verlinkten Seite und auf vielen anderen Seiten Ansätze von Lernpfaden zu erkennen sind. Auf diesen Seiten werden jeweils die „Kapitel“ verlinkt, die zum Verständnis/zur Nutzung der aktuellen Seite zunächst abgearbeitet bzw. verinnerlicht werden müssen.
    • In ähnlicher Weise werden nach meiner Vorstellung in dem zu entwickelnden Wiki die Schritte angegeben, die zur Umsetzung der Lernidee abgearbeitet werden müssen und es gibt zusätzlich Hinweise dazu, wo entsprechende Ressourcen zu finden sind. Dabei sind sowohl Internetressourcen als auch persönlicher Support gemeint.

 

  • Menschen, die Wolfgang im Rahmen seiner Sozialarbeit betreut, möchten Dinge lernen („Lernideen“); Beispiele: Linux installieren, …

 

Projekt:

 

  • Menschen, die eine Lernidee haben, und Menschen, die entsprechende Kompetenz haben (Studierende), werden zusammengeführt
  • Motivation der Studierenden: Weltverbesserung; selbst etwas über Lernen lernen
  • Lernideen / Lösungen („Curricula“) werden in einem Wiki zusammengeführt

 

Konkrete Schritte

 

  • Wiki einrichten
    • Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Frage welche Wikisoftware geeignet ist. Mir ist wichtig, dass sich das Wiki vom Layout anpassen lässt um eine ansprechende Oberfläche zu haben, die sich von den weit verbreiteten Standardoberfächen unterscheidet. Ganz oft sehe ich, dass die Möglichkeiten, die Wikis so bieten dazu führen, dass sie unübersichtlich werden. Das Wiki muss sich also auch gut strukturieren lassen. Das finde ich bei dem auf Moin-Moin basierenden Ubuntuusers-Wiki sehr gelungen. Moin-Moin ist aber in Python geschrieben. Damit kenne ich mich nicht aus. Und ich will auf keinen Fall, dass die Wikiwörter im CamelCase-Verfahren gebildet werden. Es widerstrebt mir einfach irgendwelche Wörter zusammen zu setzen, die nicht zusammen gehören oder mitten in Wörtern Buchstaben groß zu schreiben nur um der CamelCase-Konvention zu genügen.
      • Ich denke, wir sollten parallel zur Wiki-Einrichtung bereits einmal beginnen, im Sinne einer Pilotphase. Könnte man evtl. jetzt schon Personen animieren, Lernideen zu entwickeln (bei dir) bzw. zu unterstützen (bei uns) und das Ganze testweise über Wikiversity abzuwickeln?

 

  • Wolfgang formuliert gemeinsam mit betreuten Personen Lernideen und stellt sie ins Wiki ein
    • Auf diesem Weg werden erste Formulierungen erst dann zur Verfügung stehen, wenn das Projekt real gestartet ist. Ich halte es aber für sinnvoll und möglich auch vorher schon Lernideen zu generieren und beispielhaft Lernpfade zu entwickeln. Das kann einerseits als Anschauungsmaterial dienen und auf der anderen Seite gibt es sicher ein paar Lernideen, bei denen man antizipieren kann, dass sie ihre Anhänger finden werden. Voraussetzung ist allerdings, dass das Wiki steht. Das ist das nächste größere Projekt, das ich angehen werde.

 

  • Anschließend suchen Michael und Christian interessierte Studierende

 

ähnliche Projekte

 

  • Warum das Rad neu erfinden? Man kann sich ja auch mit Interessierten zusammenschließen. Dazu habe ich beispielsweise heute folgendes zufällig aufgestöbert. http://de.wikiversity.org/wiki/Projekt:Mobilisierungsprojekt_gegen_Bildungsbenachteiligung
    • Vielen Dank für den Tipp, Jana! Ich glaube, das von dir genannte Projekt hat einen leicht anderen Schwerpunkt. Wenn ich Wolfgang richtig verstanden habe, ist seit Klientel im Wesentlichen erwachsen (d.h. weder Schüler noch Student)? Vielleicht kann Wolfgang mehr dazu sagen…
      • Ich will nicht feststellen, wie Bildungsbenachteiligung konkret aussieht. Mir reicht, was ich sehe und ich will konkret etwas machen. Ich sehe – nicht nur unter meinen Klienten – Menschen, für die Lernen ein positives Erlebnis sein kann und ich glaube einen Weg gefunden zu haben mit dem ich jedenfalls einige dazu motivieren kann. Gemessen an dem Mobilisierungsprojekt habe ich das Gefühl zwischen Phase 3 „Ideenfindung“ und Phase 4 „Projektrealisierung“ zu sein. Und in der Tat: es geht mir um Lernen außerhalb des offiziellen Bildungssystems. (Zum Vorgehen: Ich neige dazu immer sehr weit auszuholen und ich will das deswegen nicht allzu ausführlich werden. Ich bin mir nicht sicher ob eine solche Diskussion nicht vielleicht doch den Rahmen dieses Wikis sprenden würde. Mein Vorschlag ist für Diskussionen zu dem Thema auf dei Mailingliste ol-diskussion auszuweichen und das Archiv dann hier zu verlinken. Die Mailingliste ist von mir für solche Zwecke eingerichtet worden, hat aber noch keine Postings gesehen :-). Link auf die Mailingliste ist hier zu erreichen.)